Ausstellungsstück des Monats Januar 2020

Koppke

Material: Porzellan
Ursprungsort: Deutschland
Datierung: um 1850
 

Eine Teetasse wird in Ostfriesland als Koppke bezeichnet. Sowohl das Wort als auch die Tasse kamen über die Niederlande zu uns (früher: Kopke; heute: Kopje). Holländer importierten sowohl Tee als auch das passende Porzellan im 18. Jh. aus China nach Nord-West-Europa. Neben dem roten Dresmer Motiv (Ostfriesen Rose) war auch das blaue Dresmer (Strohblumen) in Ostfriesland beliebt. Beides wurde im 19. Jh. in Thüringen von der Manufaktur Wallendorf hergestellt. Alles orientierte sich an chinesischen Vorbildern. Da man dort grüne Tees mit nicht-heißem Wasser trank, benötigte man keine Henkel. Wir mussten das schlechte Moorwasser abkochen und verbrannten die Fingerspitzen. So gingen deutsche Hersteller dazu über Henkel an Teetassen zu applizieren. Das Trinken aus der Schale verhinderte ferner, dass die in die Tasse gespülten Teeblätter im Mund landeten.

 

 

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